von Elizabeta Kostadinovska

aus :: Unwürdige Geschichten

Zeichnung :: Irena Paskali :: Der Mund

Schwarze Erde

ein modernes Märchen

Tief im Indischen Ozean, auf dem Sandboden, zwischen Steinen, Algen und Korallen liegt halbbegraben ein toter weißer Planet, an den sich kaum jemand erinnert, denn sein Vergessen war sehr gewollt und empfohlen. Die Deckschicht seiner Kruste ähnelt einer Perle, dem arktischen Eis oder vielleicht dem Marmor, der für die Korridore eines Palastes gefertigt wurde. Nun war das seine letzte, seine Totendeckschicht, die einst zum größten Teil weich, schwarz, nur teilweise grau oder auch bunt war und einen viel größeren Planeten umhüllte. 

Während seiner Lebzeiten kannte er auch die Farben des Regenbogens, die Farben und das Wasser der Flüsse und der Seen, die Farben und die Formen des Bodens, der Bäume und der Berge, der Tiere und Pflanzen und das Aussehen aller klassischen Naturschönheiten, wie die der Erde.

   In ihren Schriften haben manche Wissenschaftler, die sich mit der Erforschung dieses Planeten beschäftigten, festgehalten, dass es sich um einen Zwillingsplaneten unserer Erde handelt, der aber, aus unbekannten Gründen, vor ungefähr 70 Jahren, seine Masse stark verlor und im Indischen Ozean endete. 

   Andere Forscher und fast alle politischen und herrischen Größen verneinen und ignorieren die Existenz dieses Planeten, weshalb viele Erkenntnisse und Quellen verborgen bleiben, weshalb wir wiederum nicht genug Informationen haben, die uns seine Position, Größe, Bevölkerung, Flora und Fauna näher bringen könnten. Den Planeten werde ich in diesem Text Schwarze Erde nennen, denn es ist bekannt, dass man ihn aufgrund seiner Farbe so genannt hat. Schwarz war seine vorletzte Farbe, vor der weißen, steinernen Oberfläche, was auch eben der Name bezeugt: „der schwarze Planet“, der in diesen wenigen Quellen auch mehrmals erwähnt wird. Dank eines Professors, dessen Namen ich hier aus verschiedenen und verständlichen Gründen nicht nennen darf, hatte ich die Gelegenheit, an einige Informationen zu kommen, die mich anspornten, diesen Text zu schreiben, der vor allem den Zweck hat, an die tote Schwarze Erde zu erinnern, sie zu ehren und ihrer zu gedenken. 

   In der Zeit der Entstehung des Sonnensystems, zusammen mit den anderen Planeten, entstand auch der Planet Schwarze Erde. Es ist bekannt, dass seine Position zwischen den Planeten Erde und Mars war. Seine Entfernung und Größe sind nicht genau überliefert, aber es ist bekannt, dass er viel kleiner war als die Erde, ansonsten handelte es sich, wie ich bereits erwähnte, um einen Zwillingsplaneten unserer Erde, der sich von ihr in einigen äußerlichen Merkmalen unterschied:

  1. Die Farbe: Die Erde – blau; die Schwarze Erde – schwarz.
  2. Der Ring: Um die Schwarze Erde gab es einen Ring.
  3. Die Zeit: Die Erde (24 Stunden = 1 Tagesablauf); die Schwarze Erde: 10 x schneller (24 Stunden = 10 Tagesabläufe)

Wie ihre große Zwillingschwester, so genoss auch die Schwarze Erde den Segen des Universums oder Gottes und entwickelte sich ähnlich wie unsere Erde, nur 10 Mal schneller. Anstatt Flächen mit viel Wasser hatte die schwarze Erde Flächen mit fruchtbarem Boden. 

Die ersten Lebewesen sind in den wenigen Gewässern entstanden, aber sie haben sich viel schneller an das trockene Landleben angepasst, und als Landlebewesen entwickelten sie sich weiter, zu noch weiter fortgeschrittenen Lebewesen, wie die auf der Erde, aber viel schneller, zehn Mal schneller.

   Später besiedelte die Schwarze Erde also auch der Mensch als Lebewesen, und er unterschied sich kaum von dem Menschen auf der Erde, außer dass er schneller lebte, sich bewegte und dachte, aber auch länger.

   Ähnlich wie auf der Erde entstanden Städte, Zivilisationen und Kulturen, die man ihrer Art und Größe nach mit jenen vergleichen könnte – bloß die auf der Schwarzen Erde hatten fast keine Friedhöfe, weil sie die Leichen anders verwerteten, um somit eben die fruchtbare Erde, die Terra Preta, zu unterstützen: Terra Preta entsteht durch langjährigen Eintrag von Asche, Biomasse, Küchenabfällen, Verkohlungsrückständen, pyrogenem Kohlenstoff, Knochen und menschlichen Fäkalien. Durch Mikroorganismen und Bodentiere wird ein Teil der organischen Substanz abgebaut, stabilisiert und in die Tiefe verlagert (Bioturbation)[1]. So entstehen bis zu 2 m mächtige Horizonte.

   Da die Eigenschaften des Menschen auf dem Planeten Schwarze Erde den Eigenschaften des Menschen hier ähnelten, führte auch er Kriege und verspürte Hunger nach Macht und Herrschaft. Auch dort gab es viele Nationen, Ethnien, Staaten, Zwergstaaten, die alle einen Führer, Imperator, Präsidenten oder Kanzler hatten. Es ist nicht bekannt, ob die Frauen auch so unterdrückt wurden wie auf der Erde, aber aus den uns bekannten Umständen ist zu schließen, dass sie bei  politischen Entscheidungen nicht so aktiv vertreten waren. Näheres über die politischen Systeme des Planeten ist nicht bekannt, aber wie der Forscher N.A. meint: „Aus Erfahrung wissen wir alle, dass das politische System ohnehin nur eine Weise ist, das Chaos zu vertuschen, das durch die Politik entsteht, und  jede Politik ist eine große Lüge, die da ist, um Hass und Verachtung zu verbreiten, viel Geld für bestimmte gierige Zwecke zu sichern, das Volk unter Kontrolle zu halten und die materielle und wertvolle Welt zu patentieren. In unserer Geschichte hat sich keine Politik als funktional und dem Volk gewidmet gezeigt, deswegen ist es vielleicht besser, dass wir keine Angaben über die Politik auf der Schwarzen Erde haben, denn das wird uns einige Enttäuschungen für die eigene Zukunft ersparen.“

   Das bestätigt auch die Tatsache, die jedoch bekannt ist, nämlich, dass die Schwarze Erde auf wissenschaftlicher, wirtschaftlicher, kultureller und technischer Ebene der Erde weit überlegen war. Das kann man auch der Geschwindigkeit und der Länge der Zeit und des Denkens zuschreiben. Der technische Fortschritt war deutlich daran zu erkennen, dass jedes Land eine eigene Weltraumstation mit Fluggesellschaften hatte, die den Menschen Urlaub und Ausflüge im Weltall, auf jedem beliebigen Planeten des Sonnensystems anboten, natürlich inklusive der Erde. Diese Reisen konnte sich nicht jeder leisten, sondern ähnlich wie hier nur die glücklichen, reichen Menschen, die auf jeden Fall zahlreicher waren als auf der Erde. Im Allgemeinen bekannt sind drei Arten und Klassen von gesellschaftlichen Gruppen: reich, gehorsam und arm.

Die Reichen erwarben ihren Reichtum meistens durch den Handel mit der Erde, denn viele Konzerne verkauften den fruchtbaren Boden Terra Preta auf der Erde. Viele Tonnen wurden mit Weltraumschiffen herüber transportiert, ohne dass es bei uns bekannt wurde. Die Reste davon kann man heute noch in der Region der Amazonen finden. Leider wurden nur selten Beobachtungen in wenigen Notizen über die Menschen, die hier zu Besuch waren, aufgeschrieben, und zwar, dass die reichen Besucher von damals unseren heutigen „Reichen und Künstlichen“ wahrscheinlich sehr ähnlich wären: „Ihr inszeniertes Lächeln über den vollkommenen, weichen, vollen Lippen begleitet von weißen Kristall-Gebissen über den maskenhaften Gesichtern, die nie alterten, wanderten auf den Oberflächen anderer Planeten. Aufgrund einiger Bilder, die man den mitgebrachten Hologramm-Zeitschriften entnehmen konnte, unterschieden sich auch die Körper der Weltallbesucher von den Körpern der gehorsamen und armen Bürger des Schwarzen Planeten: Sie waren straff mit schön geformten Armen, Busen, Beinen, Händen, Hintern, Füßen, Hälsen, Bäuchen und hatten einen wunderbaren Nabel. Von großer Bedeutung für dieses Aussehen waren die Baby- und Kinderzellen, die in Kombination mit anderen künstlich produzierten Stoffen in den Organismus einer Person im Alter zwischen 25 und 40 Jahren eingepflanzt wurden, um den Alterungsprozess zu verhindern.“    

   Es wird vermutet, dass die Reichen dort spezielle Kliniken finanzierten haben, in denen Babys und Kinder gezüchtet wurden, um an ihre Zellen für den beschriebenen Erfolg des Jungseins zu gelangen.

   Es wird spekuliert, dass man hier bei uns Überreste dieser Menschen gefunden hat, was bedeutet, dass diese sich bewusst entschieden haben, von dort auszusteigen. Bei der Untersuchung der Leichen wurde vermerkt: „Die Knochen dieser reichen Glücklichen sind vergoldet, auch durch irgendeine spezielle medizinische Methode. Somit ist der Knochenbruch unmöglich. Zur Vorbeugung sind sie gegen alle bekannten und unbekannten Krankheiten und Infektionen geimpft, wodurch jede Möglichkeit zu erkranken, sich zu verletzen oder alt zu werden, ausgeschlossen bleibt und somit ein sehr langes Leben normal ist. Das Durchschnittsalter der Reichen dort beträgt (nach unserer Berechnung) 130 Jahre. Der Organismus lässt sich manipulieren, aber leider nicht verewigen.“

Das Einzige im menschlichen Organismus, wofür es keine Mittel zur Verbesserung, Vergrößerung oder einer anderen Manipulation gab, war die Intelligenz. Diese lässt sich nicht künstlich aufputschen: „Es muss mehrere Versuche mit der Einpflanzung von Gehirnzellen berühmter und begabter Wissenschaftler, Literaten und Künstler gegeben haben, aber die waren erfolglos, weil sie von den Baby- und Kinderzellen gehemmt wurden.“

Genauso wenig  konnte man die Verkehrsunfälle und Naturkatastrophen vorhersagen, kontrollieren, verhindern oder besiegen. Rauschgift und Laster gab es auch, aber Näheres ist nicht bekannt. 

Diese reiche Klasse also reiste zu anderen Planeten des Sonnensystems und entdeckte Bräuche und Rituale, die sie beeindruckte oder beeinflusste:  „Wir müssen noch erwähnen, dass sie sich bei den Besuchen auf der Erde an die hiesigen Bedingungen und an die momentane Umgebung anpassten, sodass keiner erkennen konnte, ob sie gewöhnliche Mitirdische waren. Bei einem Besuch im 16. Jahrhundert entdeckten sie das Christentum und übernahmen es als eine interessante Beschäftigung, die ihnen die Gelegenheit bot, schöne und üppige Kirchen zu bauen, in denen nicht Gott, sondern sie selber wohnten, bunte und überdimensionale Wandbilder zu malen, auf denen Außerschwarzirdische abgebildet waren, sich an die Ahnen zu erinnern, die einmal an einen Gott namens Nimmerhier glaubten, sich amüsierten und lachten beim Lesen der Bibeltexte in verschiedenen Sprachen, als wären sie Comics…

Daneben übernahmen sie auch die Foltergeräte, die die irdische Inquisition besaß, und mit der Zeit und durch Digitalisieren, Elektrisieren und Computerisieren schufen sie perfekte Folterinstitutionen. Man vermutet, dass viele unangepasste Planeten-Bewohner hier endeten.“

   Die Situation der gehorsamen und armen Bewohner der Schwarzen Erde muss ziemlich gut gelöst gewesen sein: „Sowohl die einen als auch die anderen lebten in einer Art moderner Ghettos, die angepasst an ihre Lebensbedürfnisse gebaut und ausgestattet waren. Erstere waren mitten in den Städten angesiedelt, um näher an ihren Arbeitsplätze zu sein, wo sie zehn Stunden am Tag verbrachten, um danach schneller nach Hause zu kommen, sich zu erholen und bei ihren Familien zu sein. Sie hatten organisch-digitale Chips eingebaut, die es ihnen ermöglichten, die alltäglichen Pflichten zu bewältigen, ohne sich mit unnützen Gedanken zu beschäftigen und dadurch abgelenkt zu werden.“ 

Die Armen waren von der Stadt abgeschnitten, ihre Gettos so weit wie möglich abgelegen, weil sie sehr unwichtig waren für die Gesellschaft. Zu dieser Gruppe gehörten Menschen, „die trotz ihrer Chips sich nicht an die aufgezwungenen Lebensbedingungen anpassen konnten, weil sie irgendeinen genetischen Fehler aufwiesen. Sie waren nur deswegen wichtig für die Gesellschaft, weil sie organisch waren und somit einen wichtigen Bestandteil des Erdbodens ausmachten – was sich mit ihrer Sterblichkeit und ihren wilden Friedhöfen um die Städte herum von selbst rentierte. Jeden Tag erhielten sie eine Pille, die ihre täglichen Mahlzeiten und starke, das Nervensystem stimulierende Beruhigungsmittel enthielt, womit der Hunger und der Hader besiegt wurden. Wasserersatz waren einige Tropfen der weißen konzentrierten Flüssigkeit, die das Gleichgewicht der Flüssigkeiten im Organismus regulierte.“

 Wie ein Zeitungshologramm zeigt, mussten die Armen nicht auf ihr gesamtes Vergnügen im Leben verzichten, denn „in den Ghettos hatten sie überdimensionierte Bildschirme und somit die Gelegenheit, sich massenweise mit den planetarischen TV-Programmen zu informieren, amüsieren und betäuben.“ 

   Unter den wenigen Informationen, die man über den schwarzen Planeten fand, war auch die Tatsache, dass die schwarzirdischen Ressourcen sehr gründlich für den Fortschritt des Bauwesens, der Medizin, der chemischen, elektrischen, automobilen, maschinellen und landwirtschaftlichen Industrie genutzt wurden. Zu letzterer gehörte auch die erhöhte Produktion und der Export von Terra Preta auf die Erde, was vielleicht auch ein Grund für das Ende des Planeten darstellte. Der schnelle Fortschritt brachte auch eine sehr schnelle Ausbeutung der schwarzen Erdflächen mit sich, was wiederum zur Ohnmacht des Planeten führte. Näheres über den Untergang des Planeten ist nicht bekannt, aber der Sage nach ähnelte sein Tod einem Protest und einem absurden Märchen, einer Legende, die schwer zu glauben wäre, wenn nicht die Reste im Indischen Ozean gefunden worden wären: „Bei den üblichen Arbeiten um Terra Preta zu gewinnen wurde durch einen Fehler die Maschine so programmiert, dass die Schwarzirdischen aus Versehen eine zu tiefe Furche in die Erde gruben, wodurch innerhalb kürzester Zeit ein großer vulkanähnlicher Krater entstand. Daraus, sagt man, schossen heftige Gase und eine schwarze, schlammige Masse hoch in die Atmosphäre – oder um es in der bildhaften Sprache des Märchens zu sagen – der Planet hauchte seine schwarze Seele aus, und diese trennte sich symbolisch von seiner Körperlichkeit. Diese Masse schwebte dann eine Weile im Himmel und betrachtete von oben ihre ärmliche Oberfläche. Diese begann sich im Rhythmus der unzähligen dynamischen Erinnerungsbilder zu bewegen und schnell zu drehen, was einen globalen Schwindel verursachte, der sich mit dem Lärm höhnischen Gelächters aus dem Abgrund vermischte und bis zur letzten Mauer des allgemeinen Unterbewusstseins reichte, das ab und zu nur von dem Krach der brechenden Maschinen und Gebäuden übertönt wurde.“ 

   Die Legende besagt dann noch, dass sich in der Seele der Schwarzen Erde ein Mischgefühl aus Stolz und Hass, Boshaftigkeit und Zorn versammelte, das ihre Verzweiflung übertraf, aber physisch muss das so ausgesehen haben: „Innerhalb eines Alltags begann der planetarische Ballkörper sich stark zu verkleinern, wie ein Luftballon, aus dem die Luft herausgelassen wird. Mit der Verkleinerung der Masse begann er sich noch viel schneller zu drehen, so dass alles, was sich darauf befand, ins Universum verschwand, und sich die ganze Oberfläche in eine schneeweiße steinähnliche Fläche verwandelte, die im Sonnenschein glänzte.“ Und das Märchen endet so: „Die Seele der Schwarzen Erde muss dann endlich zu sich gekommen sein und nach längerer Zeit Ruhe und Beseelung verspürt haben. Sie stoppte die Drehung und tauchte wieder in das Innere ihrer Körperlichkeit, eine Bewegung die sie zum freien Fall Richtung Erde veranlasste.“  

   Neben dem Planetenkörper im Indischen Ozean fand man auch einen der gigantischen Ghetto-Bildschirme, worauf in einem Hologramm in digitaler,  verschlungener, beweglicher Schrift eine fast verschlüsselte Botschaft zu lesen war:

lichtjahre davon entfernt, 

fruchtbare erde, fruchtbares leben zu schaffen 

ohne furcht und ohne freche furchen zu ziehen

um fruchtbares sein zu gewinnen…

obwohl es so einfach ist. wäre.

wenn die gier nicht so groß wäre, um zu zerstören 

ohne neues zu schaffen, wenn die gier nicht nur

gut reden und darüber reden und nur die eigenen taschen füllen und nur gut gutmenschen schaffen, 

aber nichts nichts mehr, nichts anderes machen, nichts schaffen,

als geld in die taschen. 

immer und immer wieder 

nur ein versuch einer definition, eine mathematische formel 

immer alles und immer wieder alles in definition und formel bemessen,  die gier, die menschen, die interessen, 

die zeitgenossen….obwohl es eigentlich ganz einfach ist…. ganz einfach wäre…. 

wenn die patentgier nicht unermesslich unmenschlich wäre,

und nicht bereit,  die menschheit auszuspielen und nihilisieren

per definition und formel und berechnung der kosten.

immer wieder ein patent erstellen, um die gier zu befriedigen,

ein patent für dies und das und jenes und ein patentieren des lebens, die menschheit patentieren, um das geld aufrechtzuerhalten, per definition und formel auswählen und anpassen, die gier, um die menschen zu veranlassen, organische schwarze erde zu werden, sie mit geld und gier vermischen, und das organische leben durchwühlen,

um tod zu produzieren, anstatt liebe und leben zu suchen, leben zu inspirieren, sterben lassen und organisches geld nehmen, geld für geld nehmen, geld für leben, geld für sterben, für essen und atmen, für denken und machen, für abwasser, für die asche und für die leiche, für die ab-, durch- und für die feine unterführung irgendwohin, immer und alles nehmen, und dafür bezahlen lassen ohne zurück zu geben, ohne organisch zu denken, die gier erkennen und organisch verabschieden.  

Zum Schluss auch der Rat des Experten: „Nehmen wir uns zehn Minuten in Gedanken und Gedenken an den versunkenen Planeten Schwarze Erde, mit der Hoffnung, dass eines Tages andere Außerirdische des blauen Planeten gedenken werden, falls er doch nicht ewig sein sollte.“


[1] Bioturbation ist das Durchwühlen und Durchmischen von Böden oder Sedimenten durch Lebewesen.