{"id":2123,"date":"2018-10-26T23:49:06","date_gmt":"2018-10-26T21:49:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.slovokult-literatur.de\/?page_id=2123"},"modified":"2018-10-27T15:28:19","modified_gmt":"2018-10-27T13:28:19","slug":"das-manifest","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.slovokult-literatur.de\/index.php\/slovokult-literartour-2018\/berlin\/das-manifest\/","title":{"rendered":"::Das Manifest::"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 7\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>:<strong>:DAS MANIFEST::<\/strong> von Elizabeta Lindner (Ausschnitte)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.slovokult-literatur.de\/index.php\/slovokult-literartour-2018\/berlin\/das-manifest\/festival-manifesto\/\"><strong>::ENGLISH::<\/strong><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.slovokult.eu\/index.php\/slovokult-literartour-2018\/festivalski-manifest\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>::\u041c\u0410\u041a\u0415\u0414\u041e\u041d\u0421\u041a\u0418::<\/strong><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.slovokult-literatur.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Plakat-SlovoKult-literARTour-Berlin.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-2025 size-medium\" src=\"http:\/\/www.slovokult-literatur.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Plakat-SlovoKult-literARTour-Berlin-211x300.jpg\" alt=\"\" width=\"211\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.slovokult-literatur.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Plakat-SlovoKult-literARTour-Berlin-211x300.jpg 211w, https:\/\/www.slovokult-literatur.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Plakat-SlovoKult-literARTour-Berlin-768x1091.jpg 768w, https:\/\/www.slovokult-literatur.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Plakat-SlovoKult-literARTour-Berlin-721x1024.jpg 721w, https:\/\/www.slovokult-literatur.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Plakat-SlovoKult-literARTour-Berlin-400x568.jpg 400w, https:\/\/www.slovokult-literatur.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Plakat-SlovoKult-literARTour-Berlin.jpg 1443w\" sizes=\"(max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><\/a>Aber da sind wir wieder &#8211; gew\u00f6hnliche Menschen, die NICHTS gelernt haben. Wof\u00fcr brauchen wir Geschichte, wenn sie uns nur f\u00fcr die Schaffung neuer Waffen, neuer Gesch\u00e4ftsm\u00e4nner, neuer M\u00e4rkte, neuer Laufburschen f\u00fcr politische Parteien und neuer Kriege dient? Sowohl Nazismus als auch Faschismus wiederholen sich in Europa, wir sind alle auf dem Weg in den Abgrund, und wir wollen \u00fcber Kunst und Literatur sprechen. Welche? Wo genau? Im Fernsehen? Auf dem Handy? Auf dem Instagram? Auf Twitter? Da, wo die Wahrheit ist? Und wo ist sie eigentlich? Bei den akademischen Treffen? In den gr\u00f6\u00dfenwahnsinnigen Projekten? Bei den Journalisten? Bei den Freiberuflern? Den Arbeitern? Den Obdachlosen? Oder in der endlosen Oberfl\u00e4chlichkeit, mit der wir \u00fcberflutet werden?<\/p>\n<p>Und wo sind wir in all dem? Wir sind (wieder) auf dem Weg zum Untergang &#8230; Und wenn wir nicht weiter hingehen wollen, dann m\u00fcssen wir uns guten und qualitativen Informationen wenden, konstruktiver (und nicht oberfl\u00e4chlicher, b\u00f6sartiger oder subtiler) Kritik und der Qualit\u00e4t, die insbesondere f\u00fcr die Gegenwartstext und -Lyrik sowie \u2013Kunst gilt. (Qualitative Bildung sollte selbstverst\u00e4ndlich sein, aber es ist leider nicht so, besonders in Mazedonien &#8211; und es sollte viel Aufmerksamkeit darauf gelegt werden.)<\/p>\n<p>Wir sind mit unserem Projekt nur ein kleiner Teil von alldem, aber ein wichtiger Teil!<\/p>\n<p>&#8230;.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 8\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Neben der Qualit\u00e4t der Texte\/Lyrik, achten wir besonders auf gute \u00dcbersetzungen: w\u00e4hrend die Massenabdr\u00fccke von &#8222;frivolen&#8220; Textprodukten zu allen Seiten herumfliegen, sich wie falsche Nachrichten verbreiten und keine Spur hinterlassen, weil sie zu einem gro\u00dfen Teil nichts zu sagen haben und praktisch, technisch und handwerklich ausgef\u00fchrte Arbeiten zum Verkaufen sind, entstanden ohne das n\u00f6tige Talent &#8211; sowohl zum Schreiben als auch zum \u00dcbersetzen. Mit unseren \u00dcbersetzungen au\u00dfergew\u00f6hnlicher und talentierter zeitgen\u00f6ssischer Autoren, m\u00f6chten wir, dass der Qualit\u00e4tsbegriff in der Gegenwartsliteratur in Europa eine kulturelle Pr\u00e4gung hinterl\u00e4sst. Dies ist von besonderer Bedeutung f\u00fcr kleine und gef\u00e4hrdete Sprachen wie Mazedonisch.<\/p>\n<\/div>\n<p>&#8230;.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 8\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Wir widersetzen uns der Geschichte, widersetzen uns der B\u00fcrokratie, widersetzen uns dem Nationalismus und dem Faschismus und widersetzen uns einer unmenschlichen europ\u00e4ischen Politik, in der wir alle Versuchskaninchen sind. Das Bewusstsein wurde geschaffen, um es zu erh\u00f6hen! Bleibt nicht auf der Stufe eines Versuchskaninchens, sucht und erwartet mehr von Kunst, Literatur, Kultur, Politik und Gesellschaft &#8211; im 21. Jahrhundert ist das das Mindeste, was man von einem europ\u00e4ischen B\u00fcrger erwartet.\u00a0Die Europ\u00e4isierung auf dem Balkan hat bisher keine politischen und gesellschaftlichen Fortschritte gebracht, und die Kultur der Balkanl\u00e4nder ist lediglich im Westen vertreten &#8211; es ist vielleicht an der Zeit, Europa zu balkanisieren! Der Balkan ist die Vorstellung von &#8222;Wildheit&#8220;, Emotion, Ehrlichkeit, Herzlichkeit, es ist eine Vorstellung vom Kampf um das \u00dcberleben,- etwas, das Europa schon l\u00e4ngst verlernt und vergessen hat. Der Balkan ist nicht FAKE :: Der Balkan ist FAKT :: der leider immer Teil einer gro\u00dfen europ\u00e4ischen L\u00fcge wird :: NEIN! Der Balkan ist nicht das Pulverfass Europas! Der Balkan ist sein wahrer und realer Raum, und nicht irgendein Hinterhof, keine Leere, die sich weder hier noch dort befindet: dieser schmutzige Balkan, abgetrennt und der Gleichheit unw\u00fcrdig. NEIN!<\/p>\n<\/div>\n<p>&#8230;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>::DAS MANIFEST:: von Elizabeta Lindner (Ausschnitte) ::ENGLISH:: ::\u041c\u0410\u041a\u0415\u0414\u041e\u041d\u0421\u041a\u0418:: Aber da sind wir wieder &#8211; gew\u00f6hnliche Menschen, die NICHTS gelernt haben. 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